„Ach, ich werde mir
doch mächtig fehlen,
wenn ich einst gestorben bin,
Andern auch – ?“
Kurt Tucholsky
Hunderttausenden hat er geholfen, die Meisterwerke deutscher Dichtkunst neu zu entdecken. Lutz Görners Aufstieg zum führenden Rezitator deutscher Sprache kam allerdings nicht von ungefähr: In seiner Person verband sich schauspielerische und didaktische Begabung mit umfassender Bühnenerfahrung und der Gründlichkeit eines Forschers, der bis zu drei Jahre in die Vorbereitung eines einzigen Programms investierte.
Turbulente Zeiten mit bis zu 250 Auftritten im Jahr folgten. Von Anfang an wurden seine Programme durch Bücher, Schallplatten und Kassetten dokumentiert, die mittlerweile in Millionenauflagen vorliegen. Einen Überblick finden Sie unter Publikationen.
1993 bekam Görner eine eigene Fernsehserie bei 3sat. „Lyrik für alle“, so der Titel. Anfangs wurden 100 Folgen bestellt, dann wurden es 200 und dann noch 50 mit „Lyrik der Welt“. Diese Sendungen wurde 17 Jahre lang jeden Sonntag um 9.05 Uhr bei 3sat ausgestrahlt.
Nach 38 Jahren als Rezitator wendete sich Lutz Görner 2011 seinem Alterswerk zu: Klavierabende aus Wort und Musik. Zusammen mit der Pianistin Nadia Singer sind elf Programme entstanden, die meist einem einzigen Komponisten gewidmet sind.
Am 3. April 2024 ist Lutz Görner gestorben. Am 3. Januar 2025, zwei Tage nach seinem 80. Geburtstag gab es ein Gedächtniskonzert in Bergisch Gladbach.
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